
Wie sind wir auf ein
Porta-Bote gekommen?
Wir haben lange überlegt, ob wir ein Schlauchboot, ein Faltboot oder
ein kleines trailerbares Boot kaufen. Nach schlechten Erfahrungen
mit einem Billig-Supermarkt-Schlauchboot kamen eigentlich nur noch
Schlauchboote mit Fest-Rumpf in Frage. Und die sind schlecht
transportierbar. Einen Trailer wollten wir uns nicht zulegen. Also
ein Faltboot...
Ein Boot für die ganze Familie gibt es nur bei zwei
Anbietern:
Porta oder Banana. Ein
Banana-Boot
kann man zwar einfacher zusammenbauen, aber das fährt nicht so
schnell, weil es kein Spiegelheck hat.
Das Porta-Bote passt zusammengefaltet aufs Autodach oder auf ein
Wohnmobil.

Mit dem 5 PS - Tohatsu - Zweitakter können wir zu viert mit gemütlichen 10 km/h die Elbe befahren. Das ergibt stromauf eine resultierende Geschwindigkeit von ca. 5 km/h. Wir könnten nebenbei Blumen pflücken, wenn wir längere Arme hätten - sehr entspannend:

Mit nur einem Erwachsenen und einem Kind an Bord geht's in Gleitfahrt mit 25 km/h schon etwas rasanter zu.

Das robuste Rumpfmaterial gestattet das Anlegen fast überall, z.B. hier direkt vor Schloss Pillnitz.

Zum Einsetzen nutzen wir aber meist den Slip in Pieschen oder am rechten Ufer oberhalb des Blauen Wunders.

Das "Revier" ist sehr interessant, wir bestaunen immer mit viel Respekt die Schönheit der Dresdner Elbschlösser, die mal zum Weltkulturerbe gehörten...

... und das gelungene Ensemble von Schloss Pillnitz:

Den ersten "Törn" des Jahres unternehmen wir am 1. Mai auf der Elbe zur Dampfer-Parade, davon gibt es noch ein paar Fotos...
Bei unserem letzten Hausboot-Törn haben wir das Porta-Bote als Beiboot mitgenommen.
Vorteil:
Mann kann jederzeit vom Ankerplatz aus kleine Touren unternehmen,
zum Wandern, Brötchen holen, über-den-See-brettern...

Nachteil:
Das Porta-Bote kann auf der dafür zu kleinen Badeplattform nicht zusammengefaltet werden, es stört also
beim Schleusen und bei Wellengang. Deshalb wurde meist separat
geschleust:

Rudern kann man ein Porta-Bote auch, aber das ist ähnlich schnell wie in einem Gondelkahn. Gegen die Strömung der Elbe hat man keine Chance.

Wenn man die vielen Zusatzteile richtig zusammenbastelt, kann man auch segeln, und das ist cool. Wichtig ist, dass man das korrekte Handling der Schoten beherrscht:


Wir fahren meist zum Senftenberger See oder zum Geierswalder See. Dort können wir segeln, surfen und Motorboot fahren. Am Geierswalder See fehlt leider noch etwas Vegetation auf den Sanddünen.
Als "Seetüchtig" kann man ein Porta-Bote wirklich nicht bezeichnen, aber auch in Salzwasser schwimmt es sehr gut. Das haben wir bereits zwei mal in der Lagune von Venedig getestet, bei unseren Wohnmobil-Touren im Herbst 2006 und im Herbst 2007.

... ist leider das Fahren mit Motorboot verboten. Segeln im Wald ist
sinnlos, denn da gibt's kaum Wind. Rudern macht bei dem schlechten
Wirkungsgrad keinen Spaß.
Also bleibt nur der untere Unterspreewald auf der Spree bis Leibsch
und dann der Dahme-Umflutkanal. Wir waren erstaunt, dass es dort
genau so schön wie im Spreewald ist. Eigentlich ist es sogar
schöner, weil die Touristen in Kähnen und Paddelbooten fehlen.

Weitere Spreewald-Fotos gibt's hier.